Arbeiten mit dem Europäischen Solidaritätskorps: So wird’s gemacht!

Nach der Verabschiedung der Rechtsgrundlage durch den Rat der EU und das Europäische Parlament im Herbst 2018, hat das Europäische Solidaritätskorps (ESC) nun ganz offiziell seine Arbeit aufgenommen. Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ist damit vollständig in das ESC überführt. Der neue ESC-Freiwilligendienst weißt zahlreiche Verbesserungen gegenüber dem EFD auf, darunter eine angemessene finanzielle Ausstattung, ein modernes Regelwerk und eine Stärkung der subsidiären Durchführung.

Viele Träger der katholischen Jugendarbeit fragen nun wie der Einstieg in die Arbeit mit dem ESC gelingen kann. Das Europabüro hat daher einen Leitfaden erstellt, der die wichtigsten Informationen zusammenfasst. Der Leitfaden umfasst die folgenden Abschnitte:

  1. Arbeiten mit EU-Förderprogrammen: Grundsätzliches
  2. Was ist das ESC? Rahmenbedingungen
  3. Rolle der Träger
  4. Teilnehmende Länder
  5. Förderung
  6. Zulassung (Qualitätslabel)
  7. Fristen
  8. Gegenseitige Unterstützung

 

1. Arbeit mit EU Förderprogrammen – grundsätzliches

Im Zusammenhang mit EU-Förderprogrammen kursieren immer wieder Mythen. Diese lassen sich in zwei Gruppen aufteilen. Zum einen existiert die Vorstellung in „Brüssel“ seien sehr leicht große Summen Geld verfügbar. Ohne größeren Aufwand könnten Förderanträge gestellt und so Finanzmittel zur Gesundung der eigenen Kassen oder zur Finanzierung von Lieblingsprojekten „abgegriffen“ werden. Wer mit derartigen Vorsätzen an die Arbeit mit EU-Förderprogrammen heran tritt wird schnell enttäuscht werden. Im Mittelpunkt des zweiten Mythos steht die Vorstellung es sei unmöglich EU-Fördermittel zu erhalten. Die Antragsverfahren seien unglaublich kompliziert und die Förderchancen so gering, dass ein Antrag sowieso nicht lohne. „Wahrscheinlich brauche Man gute Kontakte und Otto-Normalverbraucher hätten die nun mal nicht“ so eine beißweilen angetroffene Denkweise.

Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. EU-Förderprogramme, darunter vor allem das Europäische Solidaritätskorps und Erasmus+ sind anspruchsvoll und können Träger fordern. Wer sich auf die Herausforderung einlässt hat jedoch gute Chancen Empfänger europäischer Fördergelder zu werden. Die Zuschüsse haben eine angemessene Höhe und ermöglichen die Durchführung toller Projekte, die in der Regel für alle Beteiligten ein Gewinn sind.

Wichtig für den Einstieg in die EU-Förderung ist die innere Haltung. Wer eine europäische Förderung anstrebt sollte auch Willens sein europäisch zu arbeiten und bereit sein sich auf die Logiken der Förderprogramme einzulassen.

Die Entscheidung mit EU-Förderprogrammen zu arbeiten sollte immer mit der Entscheidung einhergehen die europäische Arbeit zu einem Arbeitsbereich des Hauses zu machen, der auf Dauer angelegt ist. Damit verbunden ist die Notwendigkeit für diese Arbeit personelle Ressourcen bereit zu stellen. Sollte ein Träger noch keine Mitarbeiter*in besitzen, die auf diesem Gebiet Expertise besitzt, sollte mindestens ein/e Referent*in benannt werden, die Gelegenheit bekommt sich auf diesem Gebiet vertieft einzuarbeiten. Für die benannte Person ist es wichtig Know-how in der Arbeit des eigenen Hauses zu haben, eine gewisse Affinität für die Themen Europa/EU mitzubringen und mit der englischen Sprache Vertraut zu sein. Wichtig sind auch eine generelle Offenheit gegenüber Neuem und die Bereitschaft zu lernen. Zuletzt sollte die Person keine Furcht vor Anträgen und Bürokratie haben. Je besser die Eignung einer Person für diese Aufgabe und je länger die Tätigkeit mit EU-Förderprogrammen andauert, desto leichter fällt die Arbeit damit und desto mehr Erfolge lassen sich erzielen.

Die EU bietet auskömmliche Förderungen. Gleichzeitig muss die Arbeit mit EU-Förderprogrammen als kontinuierlicher Lernprozess verstanden werden. Da viele gute Träger um die europäischen Gelder konkurrieren, ist auch immer ein Wettbewerbselement enthalten. Dadurch kann es immer mal passieren, dass Anträge nicht genehmigt werden. Dies passiert auch den aller-besten Trägern. Für die erfolgreiche Arbeit mit EU-Förderprogrammen ist es sehr wichtig sich von derartigen Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen, sondern dies als Ansporn für die Entwicklung noch besserer Anträge zu sehen.

Eine gute Nachricht in diesem Zusammen ist, dass sich die Förderquoten in den letzten Jahren stetig verbessert haben. Im Programmteil Erasmus+ Erwachsenenbildung nähern wir uns in Deutschland einer durchschnittlichen Erfolgsquote von über 90% an. Im Programmteil Erasmus+ Jugend sind wir immerhin bereits bei 60%. Für das Europäische Solidaritätskorps sind leider noch keine Zahlen zu Förderquoten verfügbar. Durch die deutlichen Mittelaufwüchse ab 2019 werden jedoch anhaltend gute Förderquoten erwartet. In anderen Worten: Die Chancen in den Genuss einer EU-Förderung zu kommen, sind so gut wie niemals zuvor. Wer etwas Fleiß und Ausdauer investiert, hat gute Chancen belohnt zu werden.

Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg ist sich genug Zeit für die Beschäftigung mit der Art und Weise der Antragsstellung zu nehmen. In diesem Zusammenhang gibt es Hilfsangebote der Nationalagenturen und des Europabüros für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, die unbedingt genutzt werden sollten.

2. Was ist das ESC? Rahmenbedingungen

Die derzeit geltende Rechtsgrundlage gibt dem Solidaritätskorps zwei Programmzweige. Die ESC-Freiwilligendienste sind der mit Abstand bedeutendste Programmteil. Hierauf entfallen 90% der Programmgelder. Da die Freiwilligendienste aus Sicht der katholischen Träger der relevante Teil des ESC sind, wird der Beschäftigungsstrang in diesem Leitfaden nicht behandelt.

  • Freiwilligendienste
  • Praktika & Arbeiten

ESC-Freiwilligendienste

Im ESC wird unter einem Freiwilligendienst eine unbezahlte Vollzeitaktivität von mindestens 30 und maximal 38 Wochenstunden für eine Dauer von 2 bis 12 Monaten verstanden. Junge Menschen sollen die Gelegenheit erhalten in Organisationen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, an der täglichen Arbeit teilzunehmen. Personen zwischen 18 und 30 Jahren sind zur Teilnahme berechtigt. Wird der Freiwilligendienst von einer benachteiligten Person absolviert, kann die Aktivität eine Dauer von 2 Wochen bis 2 Monaten haben. Einsätze im ESC-Freiwilligendienst finden grenzüberschreitend statt. Es gibt die Möglichkeit einen ESC-Freiwilligendienst von vornherein als Gruppeneinsatz anzulegen. In diesem Fall absolvieren Teams von 10 bis 40 Teilnehmer*innen aus mindestens zwei Mitgliedstaaten ihren Freiwilligendienst mit einer Dauer von 2 Wochen bis 2 Monaten gemeinsam. Mindestens ein Viertel der Freiwilligendienstler*innen müssen dann aus einem anderen EU-Land kommen.

3. Rollen der Träger

Möchte ein Träger mit ESC-Freiwilligendienstler*innen arbeiten, steht am Beginn dieser Tätigkeit die Suche nach einer oder mehrerer Partnerorganisationen im europäischen Ausland. Gemeinsam mit ihrem Partner stellen Sie den Antrag und führen anschließend den Freiwilligendienst durch. ESC-Träger haben im Wesentlichen zwei Aufgabenprofile zu erfüllen. Jede der Partnerorganisationen muss eines dieser Profile annehmen. Wer was macht müssen Sie gemeinsam mit ihren Partner festlegen.

Eine aufnehmende Organisation zu sein bedeutet:

  • Sie Beschäftigen einen oder mehrere Freiwillige bei sich und binden die Person(en) in die alltägliche Arbeit ein.
  • Sie gewährleisten die Unterbringung und Verpflegung des Freiwilligen
  • Sie begleiten und unterstützen den Freiwilligen für die gesamte Dauer

Als unterstützende Organisation haben Sie folgende Aufgaben:

  • Sie entsenden einen Freiwilligen zu einer aufnehmenden Organisation
  • Sie bereiten den Aufenthalt des Freiwilligen bei der aufnehmenden Organisation vor, indem Sie die Person vorbereiten, mit der Organisation Kontakt herstellen, zwischen dem Teilnehmer und der Organisation vermitteln.
  • Den/die Freiwilligendienstler*in bei der Rückkehr unterstützen und eine Nachbereitung durchführen.
  • Die aufnehmende Organisation bei der Ausführung ihrer Aufgaben unterstützen oder einige dieser Aufgaben komplett übernehmen.
  • Die Zusammenarbeit zwischen mehreren Organisationen koordinieren.

4. Teilnehmende Länder

Welche Länder sind am ESC beteiligt? Die Rechtsgrundlage unterscheidet drei Kategorien.

  1. Teilnehmerländer
  2. Partnerländer
  3. Partnerländer in Nachbarschaft zur EU

Alle diese Länder sind zur Teilnahme am ESC zugelassen. In jedem dieser Länder können Sie nach Partnerorganisationen suchen und anschließend gemeinsam Freiwilligendienstler*innen austauschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Förderung

Welche Arten der Förderungen können Sie im ESC beantragen und mit welchen Fördersummen können Sie rechnen?

  1. Freiwilligenprojekte und Freiwilligenpartnerschaften

Die Beantragung von Plätzen für ESC-Freiwilligendienstler*innen erfolgt bei den zuständigen Nationalagenturen. Jedes teilnehmende Land hat eine derartige Nationalagentur. In Deutschland heißt die Agentur „Jugend für Europa“ und hat ihren Dienstsitz in Bonn. Die Dienstaufsicht führt das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Der Antrag kann in Deutschland oder in dem Land Ihrer Partnerorganisation(en) gestellt werden. Der Abruf europäischer Fördergelder ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Daher kann es vorkommen, dass die Förderchancen bei einigen Nationalagenturen besser sind als bei anderen. Vor der Antragstellung empfiehlt es sich mit ihren Partnern zu prüfen in welchem der in Frage kommenden Länder die Förderchancen am besten sind. Förderanträge die in Luxembourg oder Norwegen eingereicht werden, gelten als besonders aussichtsreich.

Beantragt werden können:

  1. Plätze für Freiwilligendienstler*innen oder Gruppeneinsätze
  2. Sogenannte Freiwilligenpartnerschaften.

Bei einer Freiwilligenpartnerschaft handelt es sich um einen Rahmenvertrag, bzw. ein Förderabkommen. Darin vereinbaren Sie mit der EU für die Dauer von drei Jahren, jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Freiwilligendienstler*innen aufzunehmen oder zu entsenden. Nach Abschluss eines solchen Rahmenvertrages haben Träger die Möglichkeit drei Jahre in Folge über ein vereinfachtes Verfahren konkrete Plätze für Freiwilligendienstler*innen zu beantragen. Rahmenvertrag legt ein Verfahren zum Abschluss spezifischer Förderabkommen fest und enthält einen Budgetentwurf. Der Die Förderabkommen können jeweils eine Dauer von bis zu 18 Monaten haben. Der Abschluss der konkreten Förderabkommen hängt von der Qualität der Arbeit des Trägers im Zusammenhang mit dem ESC ab. Diese wird durch ein vereinfachtes Verfahren bewertet.

Ein ähnliches Verfahren existiert bereits in der Erasmus+ Berufsbildung. Träger, die Inhaber einer Mobilitätscharter sind, können jedes Jahr über vereinfachtes Antragsverfahren Azubis oder sich Weiterbildende aufnehmen oder verschicken. Ein ESC-Rahmenvertrag beinhaltet keinen Rechtsanspruch auf Förderung. Die Erfahrungen mit der Mobilitätscharter haben jedoch gezeigt, dass Träger, die das Dokument besitzen, sehr gute Chancen haben Jahr für Jahr ihre Förderung zu erhalten.

  1. Finanzen

Welche Kosten, die im Zusammenhang mit der Betreuung eines Freiwilligendienstlers entstehen, können Sie abrechnen? Mit Geldbeträgen in welcher Höhe können Sie rechnen?

Der ESC-Programmleitfaden sieht drei standardmäßige Kategorien von Kosten vor:

  1. Reisekosten
  2. Organisatorische Kosten
  3. Taschengeld

Reisekosten enthalten die Kosten für die Reise des/der Freiwilligendienstler*in aus dem Herkunfts- ins Aufnahmeland und zurück. In die Rubrik organisatorische Kosten fallen alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Vorbereitung, der Unterbringung und der Verpflegung des/der Freiwilligendienstler*in entstehen. Zum einen erhalten Sie eine feste Managementpauschale von 225 EUR sowie einen Tagessatz. Ein/e Freiwilligendienstler*in erhält traditionell Taschengeld. Auch hierfür gibt es Tagessätze, die pro Land variieren.

Reisekosten werden im ESC und in Erasmus+ als Pauschalbeträge ausgezahlt, die je nach Entfernung zwischen den Reiseorten unterschiedlich hoch ausfallen. In der folgenden Tabelle finden Sie die verschiedenen Entfernungskategorien:

Tabelle a) Reisekosten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: ESC-Programmleitfaden der Europäischen Kommission Seite 32.

Die Tagessätze für organisatorische Kosten, das Taschengeld sowie vorbereitende Besuche finden Sie in der folgenden Tabelle:

Tabelle b) Tagessätze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: ESC-Programmleitfaden der Europäischen Kommission Seite 33.

Im Folgenden finden Sie einige Rechenbeispiele:

Beispiel 1:

Eine Einrichtung aus Bologna Italien entsendet einen Freiwilligendienstler für 6 Monate nach Düsseldorf. Die Distanz beträgt 822.03 km. Dafür werden 275 EUR Reisekostenpauschale ausgezahlt. Hinzu kommt die Managementpauschale von 225 EUR pro Teilnehmer*in. Der Tagessatz für Italien liegt derzeit bei 24 EUR pro Tag, 6 Monate sind 180 Tage. 24 * 180 ergibt 4.320 EUR. Der Tagessatz für das Taschengeld liegt bei Italien bei 5 EUR pro Tag. Multipliziert mit 180 ergibt 900 EUR. Alles zusammen genommen, erhalten Sie einen Betrag von 5.720 EUR für die Betreuung eines/einer Freiwilligendienstler*in für die Dauer von 6 Monaten. Wer welche Ausgaben überhaupt und wie viel der Gelder erhält, müssen Sie mit ihren Partnerorganisationen vereinbaren.

Neben den standardmäßigen, können verschiedene zusätzliche Förderungen beantragt werden:

  1. Vorbereitende Besuche
  2. Inklusionsunterstützung
  3. Sprachliche Unterstützung
  4. Außergewöhnliche Kosten

Beispiel 2:

Eine Einrichtung aus Bonn entsendet einen Freiwillligendienstler für 12 Monate nach Lyon in Frankreich. Dafür werden 275 EUR Reisekostenpauschale ausgezahlt. Hinzu kommt die Managementpauschale von 225 EUR pro Teilnehmer*in. Der Tagessatz für Frankreich liegt derzeit bei 21 EUR pro Tag, 12 Monate sind 365 Tage. 21 multipliziert mit 365 ergibt 7.665 EUR. Der Tagessatz für das Taschengeld liegt bei Frankreich bei 6 EUR pro Tag. Multipliziert mit 365 ergibt 2.190 EUR. Alles zusammen genommen, erhalten Sie einen Betrag von 10.385 EUREUR für die Betreuung eines/einer Freiwilligendienstler*in für die Dauer von 12 Monaten.

Angenommen Sie beantragen darüber hinaus einen Vorbereitungsbesuch mit einer Dauer von 3 Tage sowie Inklusionsunterstützung erhalten Sie nochmal einen Betrag in Höhe von 2.597 EUR und kämen so auf einen Gesamtbetrag von 12.982 EUR.

6. Zulassung: Das Qualitätslabel

Um die Bürokratie klein zu halten und damit Kosten zu sparen kann nicht jede beliebige Organisation ohne weiteres Anträge auf Plätze für den ESC-Freiwilligendienst stellen. Zunächst erfolgt eine Prüfung, ob ein Träger überhaupt für eine derartige Tätigkeit geeignet ist und die für die Organisation eines Freiwilligendienstes erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Dieser Schritt dient dazu unseriöse oder völlig ungeeignete Organisationen von einer Antragstellung abzuhalten. Die katholischen Träger sind in der Regel problemlos in der Lage den Anforderungen, die an einen Freiwilligendienst gestellt werden, zu erfüllen. Alle an einem ESC-Freiwilligendienst teilnehmen Organisationen müssen die Zulassung haben. Träger können eine Zulassung als aufnehmende und/oder unterstützende Organisation beantragen. Das Qualitätslabel kann ganzjährig beantragt werden. EFD-Akkreditierungen sind dem ESC-Qualitätslabel gleichgestellt und gelten als Zulassung zum ESC.

7. Fristen  

Für das ESC gelten folgende Antragsfristen:

  • Qualitätslabel: Kann das ganze Jahr über durchgängig beantragt werden.
  • Plätze im Freiwilligendienst: Februar, April und Oktober 2019. Die nächste Antragsfrist wird für Februar 2019 erwartet.
  • Rahmenverträge: Die bisher einzige Frist war am 16. Oktober 2018. Die nächste Antragsrunde kann erst eingerichtet werden, wenn die Rechtsgrundlage für das ESC 2021-2027 und den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) verabschiedet sind.

8. Gegenseitige Unterstützung

Das Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung setzt sich dafür ein, dass so viele katholische Träger wie möglich Gelder aus dem ESC und anderen europäischen Förderprogrammen erhalten. Das Europabüro tut dies einerseits durch seine politische Arbeit, in dem es fortlaufend daran arbeitet in der EU weitere Optimierungen der Förderbedingungen durchzusetzen. Hierfür brauchen wir Ihre Mithilfe! Aus Ihren Erfahrungen in der Arbeit mit EU-Förderprogrammen entwickeln wir unsere politischen Positionen, die anschließend gemeinsam mit unseren Partnern wie der Kommission der Bischofskonferenzen in der EU gegenüber den EU-Institutionen vertreten werden. Hierbei ist es bereits in zahlreichen Fällen gelungen für die katholischen Träger günstigere gesetzliche Regelungen durchzusetzen. Wenn Sie mit dem ESC oder Erasmus+ arbeiten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf und teilen Sie uns Ihre Erfahrungen, positive wie negative, mit!

Träger, die in der Arbeit mit EU-Förderprogrammen noch ganz am Anfang stehen unterstützt das Europabüro bei Antragsfragen, vermittelt Hilfsangebote. Sollten Sie einen Antragsentwurf fertig haben, lesen wir gerne Korrektur und geben Empfehlungen wie die Erfolgswahrscheinlich weiter erhöht werden kann. Sie können das Europabüro unter der E-Mailadresse office@cathyouthadult.org oder der Telefonnummer 0032 2274 1425 erreichen. Weitere Informationen über das Europabüro finden Sie auch auf der Internetseite: http://www.cathyouthadult.org/.

Viele weitergehende Informationen finden sich auch auf der Internetseite der Nationalagentur Jugend für Europa: https://www.solidaritaetskorps.de/getting-started/

Der komplette Leitfaden steht hier zum Download zur Verfügung.