EU-Jugendbeschäftigungsinitiative - Frontloading geplant für dieses Jahr

Die Kommission möchte bereits in diesem Jahr - und damit früher als vorgesehen -1 Mrd. Euro für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen zur Verfügung zu stellen. Dies macht insgesamt ein Drittel der zur Verfügung stehenden Mittel für 2014-2020 aus. Diesen Vorschlag diskutierten die Abgeordneten des EP am 10. Februar 2015 mit der zuständigen Kommissarin Marianne Thyssen.

Sie erklärte, das Vorziehen der Mittel sei nötig, da die Beschäftigungsinitiative nur sehr langsam in Gang komme. Bisher sei nur ein Bruchteil des zur Verfügung gestellten Geldes abgerufen worden. Eine Mehrheit der Redner unterstützte die Idee, die Mittel schneller zur Verfügung zu stellen, forderte aber auch die Entwicklung langfristiger Lösungen und die Einführung von Strukturreformen. Es sei entscheidend, dass die Jugendbeschäftigungsinitiative zu mehr und besseren Arbeitsplätzen führe und nicht nur zu besserer Ausbildung und Höherqualifizierung. Mit den Geldern der Jugendbeschäftigungsinitiative werden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Regionen, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent beträgt, aufgestockt. Die sogenannte "Jugendgarantie" soll den Übergang von der Schule zum Beruf beschleunigen. Diese Pläne zielen darauf ab in 2015  650.000 jungen Menschen in Arbeit zu verhelfen.