Bischöfe diskutieren mit Kommissionspräsident Juncker das Arbeitsprogramm der neuen Europäischen Kommission

Vom 18.-20. März 2015 haben die europäischen Bischöfe mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und dem Ersten Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans das Arbeitsprogramm der Kommission für die kommenden Jahre diskutiert. Am Vorabend des Brüsseler EU-Gipfels, in dessen Mittelpunkt die Krise in Griechenland stand, erörterten die Bischöfe mit der Spitze der Europäischen Kommission auch die aktuelle Situation in Europa und die Zukunft der Eurozone und der Europäischen Einigung.

 

Der Präsident der ComECE, Reinhard Kardinal Marx, bezeichnete das Treffen Junckers und Timmermans‘ mit den katholischen Bischöfen in der EU als „ein deutliches Signal, dass die Kommission auch weiterhin am Austausch mit den Kirchen starkes Interesse hat“. Auch die weitere Gestaltung dieses Dialogs war Gegenstand der Aussprache zwischen der Kommissionsspitze und den Bischöfen. Kardinal Marx sagte:„Die Integration ist nicht zuletzt mit Hilfe des Binnenmarkts ein einmaliges Erfolgsprojekt. Aber die EU braucht heute mehr denn je den Zusammenhalt durch gemeinsame Werte. Europa ist mehr als der Euro“, betonte Kardinal Marx.

 Am Abend diskutierten die Mitgliedsbischöfe der ComECE aus Anlass der Pariser Anschläge vom 9. Januar mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran, über den Stand des christlich-muslimischen Dialogs und seine Auswirkungen auf das Zusammenleben in Europa.

 Im Zuge ihrer Vollversammlung wählten die Bischöfe der ComECE ein neues Präsidium. Dabei bestätigten sie für weitere drei Jahre den Münchner Erzbischof, Reinhard Kardinal Marx, als Präsident sowie Weihbischof Jean Kockerols (Brüssel-Mecheln, Belgien) und Bischof Gianni Ambrosio (Piacenza-Bobbio, Italien) als Vizepräsidenten.