Erläuterungen der Prioritäten des luxemburgischen Ratsvorsitzes - Jugend und Bildungsthemen:

 Am 1. Juli 2015 hat Luxemburg die EU-Ratspräsidentschaft – im Rahmen des Trios Italien, Lettland, Luxemburg – für die nächsten sechs Monate übernommen. Allgemein werden Sie sich mit Schlüsselthemen wie Bürgerschaft, Beschäftigung und nachhaltigem Wachstum beschäftigen. Übergeordnetes Ziel ist im Jugend- und Bildungsbereich die inklusive Bildung.

 Im Bereich Bildung wird Luxemburg Schlussfolgerungen zur Verringerung von Schulabbrüchen in Europa erarbeiten und diese in den Rat Bildung, Jugend, Kultur am 23. November verabschieden lassen. Sie möchten damit erreichen, dass das Thema wieder neue Dynamik erhält. Die Halbzeitbilanz der Strategie „Europa 2020“ sowie die „Strategie zu Allgemeiner und berufliche Bildung 2020“ (ET 2020) weisen darauf hin, dass hier weiterer Handlungsbedarf in den Mitgliedsländern besteht. Der alle drei Jahre erscheinende Fortschrittsbericht zur ET 2020 wird unter der Präsidentschaft fertiggestellt und erscheinen.

 Weiter ist der Präsidentschaft die Förderung von Vielfalt – mit Bezug auf den Post-Paris-Prozess – in allen Bildungsbereichen wichtig, beginnend mit der frühkindlichen Bildung bis zum Erwachsenalter. Auch die Förderung von Mehrsprachigkeit gehört zum Arbeitsprogramm und zum gegenseitigen Verständnis.

 Im Jugendsektor übernimmt Luxemburg zu einem wichtigen Zeitpunkt: Der Abschluss des Strukturierten Dialogprozesses zum Thema Empowerment junger Menschen für eine stärkere politische Beteiligung fällt in die Ratspräsidentschaft. Vom 21. – 24. 9.2015 findet die Jugendkonferenz in Luxemburg statt, auf der der Dialogzyklus beendet wird und die abschließenden Schlussfolgerungen vorbereitet werden. Diese werden ebenso im Jugendministerrat am 23. November verabschiedet. Die Luxemburger erarbeiten außerdem den Arbeitsplan Jugend als Grundlage der Arbeit im Rat für 2016 – 2018. Schwerpunkt in der sektorübergreifenden Jugendarbeit werden folgende Themenfelder sein: Marginalisierung und Radikalisierung, Übergänge Schule und Beruf, Gesundheit, Wohlergehen und Demokratiebildung sowie Digitale Kompetenzen.

 Die Luxemburgische Ratspräsidentschaft wird sich außerdem daran beteiligen im Investitionsplan von Juncker darauf zu achten, welche Projekte auch im Rahmen der Juncker-Strategie für den Bildungs- und Jugendsektor genutzt werden können beispielsweise im E-Learning Sektor.

 Aufgrund der Aussprache im Ausschuss wird die Luxemburgische Ratspräsidentschaft sich auch mit einem Zwischenbericht zum Erasmus + Programm auseinandersetzen. Dieser Zwischenbericht wird eine erste Situationsanalyse sein und stellt noch keine abschließende Bewertung dar.