EU-Rat (Bildung, Jugend, Kultur und Sport): Gedankenaustausch zur Förderung von Bürgersinn und Grundwerten durch Bildung

Die Minister führten am 24.Februar 2016 einen Gedankenaustausch über die Förderung von Bürgersinn und Grundwerten durch Bildung; dies geschah im Nachgang zu der Erklärung von Paris, die vor knapp einem Jahr auf der informellen Tagung der Bildungsminister in Paris angenommen worden war, nach den Terroranschlägen in Paris. Hierzu legten Österreich, Tschechien und Frankreich drei konkrete Herausforderungen dar.

 In der Erklärung wird die Mobilisierung der Bildung zugunsten der Wahrung der gemeinsamen Grundwerte unserer Gesellschaften bekräftigt. Es werden darin Schwerpunktbereiche aufgezeigt, in denen sowohl auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene als auch auf europäischer Ebene proaktive und überlegte Maßnahmen erforderlich sind.

Das vorrangige Ziel des Gedankenaustauschs ist es, sicherzustellen, dass die Pariser Erklärung ein dynamisches und lebendiges Dokument bleibt. Ferner soll er das Peer Learning hinsichtlich bestimmter Elemente der Erklärung auf einer strategischeren, politischeren Ebene fördern und den Weg für mögliche künftige Schritte auf der Tagung des Rates (Bildung, Jugend, Kultur und Sport) im Mai 2016 und darüber hinaus bereiten.

Aufgrund dessen hat der Vorsitz des Rates drei Themenfelder im Post-Paris Prozess herausgegriffen, mit denen sich die Mitgliedstaaten in Bezug auf die in der Erklärung dargelegten Maßnahmen konfrontiert sehen:  

  • Die tschechische Ministerin berichtete über den Wert der staatsbürgerlichen Bildung. Laut der tschechischen Ministerin bestehe die Herausforderung im Zusammenhang mit staatsbürgerliche Bildung darin, einerseits dies im Lehrplan zu verankern und außerdem dies in Lernerfolge zu formulieren.
  • Die österreichische Ministerin stellte die Herausforderung dar, Lehrer zu dem Thema zu befähigen. Es setzt voraus, dass Lehrkräfte über Kompetenzen von Gesprächen über schwierige Themen wie Diskriminierung und Radikalisierung verfügen. Ebenso müsse die Befähigung von Lehrkräften extremistisches Verhalten zu erkennen und darauf zu reagieren ausgebaut werden und fester Bestandteil für Lehrpläne werden.
  • Die französische Ministerin stellte in diesem Zusammenhang die Medienkompetenz in den Vordergrund. Medien bieten zahlreiche Chancen aber auch Risiken. Die Medienkompetenz gerade für Jugendliche müsse intensiviert werden, bezogen auf Fragestellungen: „ Wer verbreitet die Information und aus welcher Quelle stammt sie?“ „Wie zuverlässig ist die Quelle?“ und „was mache ich mit dieser Information?“

 

Weitere Informationen:

http://www.consilium.europa.eu/de/meetings/eycs/2016/02/24/