EU-Initiativbericht: EU unterrichten: Wie die Bürger der Europäischen Union wieder nähergebracht werden könnten

Der Initiativbericht, der am 12. April 2016 im Europäischen Parlament angenommen wurde, befasst sich mit der Frage, warum EU-Bürger sich mit dem europäischen politischen Projekt nicht verbunden fühlen und dass dies vor allem auf mangelndes Wissen über die EU zurückzuführen ist.  44 Prozent der Europäer geben an, die Funktionsweise der EU nur bedingt zu verstehen und viele Europäer haben das Gefühl, ihre Stimme werde in der EU nicht gehört. Daher fordert der Sozialdemokratische Berichterstatter Damian Drăghici unter anderem in Schulen EU-Unterricht zu intensivieren. Darüber hinaus werden die EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert, sämtliche Möglichkeiten, in der formalen, der nichtformalen und der informellen Bildung Lernenden auszuschöpfen und Lehrkräften und anderen Pädagogen mehr Informationen über die EU zu vermitteln. Diesbezüglichen Finanzinstrumente, Programme und Initiativen der EU müssten umfassender ausgeschöpft und ergänzt werden. Schließlich werden die Mitgliedsstaaten mit Nachdruck aufgefordert, die Sozialpartner und die Organisationen der Zivilgesellschaft – insbesondere Jugendorganisationen – bei der Überbrückung der Kluft zwischen den EU-Organen und den Bürgern Europas anzuerkennen und strukturiert und nachhaltig zu unterstützen, indem sie die Instrumente der partizipativen und direkten Demokratie fördern und stärken.

Initiativbericht:

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P8-TA-2016-0106+0+DOC+XML+V0//DE&language=DE

Interview mit Damian Draghici:

http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/20160408STO22170/EU-unterrichten-%C3%9Cber-den-Erwerb-von-Kenntnissen-%C3%BCber-die-EU-an-Schulen