EU-Rat (Bildung, Jugend, Sport, Kultur): Entschließung zur sozioökonomischen Entwicklung und Inklusion in der EU durch Bildung angenommen

Europa sieht sich mit vielfältigen und gleichzeitig auftretenden sozialen Herausforderungen konfrontiert. Ungleichheiten zwischen den und innerhalb der Mitgliedstaaten verstärken sich weiter und führen zu langfristigen Ungleichgewichten. In vielen Staaten bleibt die Jugendarbeitslosigkeit alarmierend hoch und das Bildungsniveau unzureichend. Die aktuelle Flüchtlingskrise stellt die Gesellschaften und Bildungssysteme vor erhebliche Herausforderungen. Gleichzeitig sehen sich unsere Gesellschaften mit einer zunehmenden Radikalisierung konfrontiert, die in einigen Fällen zu Gewalt und Terrorismus führt. Dies verleiht der wichtigen Rolle, die die allgemeine und berufliche Bildung bei der Förderung von Inklusion, aktiver Bürgerschaft und gemeinsamen Grundwerten spielt, wie in der Pariser Erklärung vom März 2015 beschrieben, zusätzliches Gewicht. Auch beim beim Übergang von der Ausbildung in das Erwerbsleben bleiben weiterhin erhebliche Qualifikationsdefizite und ein Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und –nachfrage. Daher beschloss der Rat am 24. Februar 2016 folgende Maßnahmen:

Weiterlesen ...

Ausschreibung Grundtvig Award: Erwachsenenbildung und Integration von Flüchtlingen

Mit dem Grundtvig-Preis zeichnet der Europäische Verband für Erwachsenenbildung Projektergebnisse aus, die neue Ideen, neue Partnerschaften, neue Methoden und ein neues Verständnis davon entwickeln, wie die Erwachsenenbildung arbeiten kann. Für die Preisverleihung 2016 werden Projekte gesucht, die das Lernen über, von oder mit Flüchtlingen fördern. Ziel ist es, auf europäischer Ebene die Sichtbarkeit zivilgesellschaftlicher Erwachsenenbildungsinitiativen zu erhöhen, die sich der Integration von Flüchtlingen widmen. Anmeldefrist 17. April 2016

Weiterlesen ...

Fachtagung "Europäische Bildungsarbeit: EU-Förderung verstehen und verbessern, Projekte entwickeln“ am 25. und 26. April 2016 in Brüssel

HINWEIS:

Diese Fachtagung musste vom Veranstalter kurzfristig abgesagt werden. Auf Grund der Einschränkungen, die sich aus der Situation am Brüsseler Flughafen ergaben, konnte nicht garantiert werden, dass die Teilnehmenden ordnungsgemäß an- und abreisen hätten können.

Europa steht vor diversen Herausforderungen. Doch welchen Beitrag kann die katholische Jugend- und Erwachsenenbildung zur Weiterentwicklung einer europäischen Bürgerschaft leisten? Vor diesem Hintergrund kommt gerade dem Aspekt der Vernetzung und des Aufbaus von strategischen Partnerschaften eine tragende Rolle zu. Aufgrund dessen tauschen sich MultiplikatorInnen aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus der Erwachsenenbildung über Herausforderungen für die EU-Bildungsarbeit mit EU-Entscheidungsträgern aus. EU-Fördermittel sind ein ausgezeichnetes Instrument, um  Vernetzungsmöglichkeiten anzubieten, damit europäische Ideen Wirklichkeit werden können. EU-Fördermittel müssen jedoch auch zugänglicher gemacht und Antragshürden abgebaut werden. Gerade in Zeiten mit einer hohen Anzahl an Euroskeptikern trägt viel EU-Bürokratie mit Sicherheit nicht zu einem guten Gelingen bei! Ziel der Veranstaltung ist, sich über Möglichkeiten der Vernetzung und des Aufbaus von strategischen Partnerschaften und bereichsübergreifenden Kooperationen in Europa zu informieren, speziell im Rahmen vom EU-Asyl-Migrations- und Integrationsfonds und dem Erasmus + Programm. Außerdem wird die vom katholischen Europabüro entwickelte Stellungnahme zu Erasmus +, JUGEND IN AKTION und GRUNDTVIG auf einer Podiumsdiskussion mit politischen EntscheidungsträgerInnen kritisch diskutiert werden. Anschließend werden in einer „Werkstatt“ erste Projektideen und Ansätze zur Implementierung der europäischen Dimension in der Jugend- und Erwachsenenbildung entwickelt.

Teilnahmegebühr:

  • 100,- Euro inkl. Übernachtung und Tagungsverpflegung. Für die Veranstaltung wird eine Förderung aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes beantragt. Reisekosten werden bis zu 51,-- € erstattet. Wir empfehlen für Reisende aus Deutschland die Nutzung des Europa-Spezial-Tickets für 39,-- € (einfach) bis Brüssel Midi, das Sie frühestens 91 Tage vor der Veranstaltung buchen können und sollten, damit Sie in den Genuss der maximalen Ermäßigung kommen.
  • Teilnehmende, die nicht aus den Trägerorganisationen des Europabüros stammen, zahlen einen nicht ermäßigten Teilnahmebeitrag in Höhe von 160 Euro. Fahrtkosten werden nicht erstattet. Teilnehmende, die das Übernachtungsangebot in Brüssel nicht in Anspruch nehmen, zahlen einen Beitrag von 30 Euro.

Weiterlesen ...

EU-Arbeitsmarkt: Höchste Beschäftigungsrate seit 2008 vorallem die Beschäftigunsrate für Arbeitnehmer zwischen 55 und 59 ist gestiegen

Im dritten Quartal 2015 hat die Beschäftigungsrate in der EU insgesamt ihr Niveau aus der Zeit vor der Wirtschaftskrise erreicht, allerdings fiel der Fortschritt in den Mitgliedstaaten unterschiedlich aus. Die Beschäftigungsrate der 20- bis 64-Jährigen erreichte 70,6 Prozent, die größten Zuwächse verzeichneten Estland, Lettland, Ungarn und Spanien. Beschäftigungszuwachs gab es  - außer in der Landwirtschaft und im Bausektor - besonders im Dienstleistungsbereich. Das Beschäftigungswachstum wurde von unbefristeten und Vollzeitjobs bestimmt, allerdings in geringerem Maß als 2014. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten stieg um fast 1,5 Millionen, die der der Teilzeitbeschäftigten um 600.000. 

Zum vierteljährlichen Bericht zur Beschäftigung uns sozialen Lage und zum Statement der Kommissarin gelangen Sie hier.

Den Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt finden Sie hier.

 

 

Interessensvertretung hat auch bei TiSA geklappt: Bildung muss geschützt werden

Das Europabüro für katholische Jugend- und Erwachsenbildung hat sich stark engagiert um Bildung aus dem Handels- und Investitionsankommen mit den Vereinigten Staaten (TTIP) sowie dem Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA) heraus zu verhandeln. Das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA), die rund 70% der Wirtschaftsleistung der EU ausmachen, sollen in ein Abkommen münden, das den Zugang der EU-Unternehmen zu internationalen Märkten erleichtert. Auch hier wie bereits zu TTIP hat das Europabüro für katholische Jugend- und Erwachsenbildung es geschafft, dass in der  "Entschließung des Europäischen Parlaments vom 3. Februar 2016 an die Kommission zu den Verhandlungen über das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA)" Bildung ausnahmslos geschützt wird. Die Entschließung wurde mit 532 Stimmen bei 131 Gegenstimmen und 36 Enthaltungen angenommen. Wortlaut der Entschließung...

Weiterlesen ...