EU-Jugendrat: Entwurf des gemeinsamen Berichts 2015 des Rates und der Kommission über die Umsetzung des erneuerten Rahmens für die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa (2010-2018)

Aufgrund  des im September 2015 veröffentlichten 3. EU-Jugendberichts zur Einschätzung der Situation junger Menschen und der politischen Maßnahmen in der EU und den Mitgliedsstaaten wurde ein gemeinsamen Bericht 2015 am 23. November 2015 angenommen. Dieser Bericht enthält auch einen zukunftsorientierten Blick für 2016-2018. Das Human- und Sozialkapital junger Menschen ist einer der größten Trümpfe, über die Europa für die Zukunft verfügt. Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten müssen in das Potenzial an Qualifikationen, Kreativität und Vielfalt investieren, das 90 Millionen junge Europäerinnen und Europäer darstellen. Die Krise hat die jungen Menschen besonders schwer getroffen. Sie hat die Kluft zwischen denjenigen mit mehr Chancen und denjenigen mit geringeren Chancen vergrößert. Einige junge Menschen sind zunehmend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Noch schwerer wiegt, dass bei manchen die Gefahr eines Ausstiegs, einer Marginalisierung oder sogar einer Radikalisierung mit Gewaltbereitschaft besteht. Gleichwohl haben sich die Haushaltskürzungen in ganz Europa negativ auf die Jugendarbeit ausgewirkt, während angesichts des wachsenden Anteils junger Menschen, die von Armut und Ausgrenzung bedroht sind, die Nachfrage nach Interventionen steigt. Es erfordert eine kohärente politische Agenda, die durch Erasmus+, die Jugendgarantie und EU-Finanzierungsinstrumente mit größerer Reichweite (z.B. ESF und Beschäftigungsinitiative für junge Menschen) gestützt wird. Diese Bemühungen müssen soweit möglich durch nationale und regionale Ressourcen flankiert werden.

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EU-Kommission und Wirtschaft schließen Europäischen Pakt für die Jugend

Im Rahmen des Gipfeltreffens „Enterprise 2020" am 17.11.2015 in Brüssel startete die Kommission gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen den Europäischen Pakt für die Jugend. Der Pakt ist ein Engagement von hochrangigen Vertretern der EU und Führungskräften aus der Wirtschaft, um Partnerschaften zwischen Unternehmen und dem Bildungssektor zu schaffen. Mit dieser Kooperation sollen neue Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen sowie Bildungs- und Beschäftigungschancen für junge Menschen verbessert werden. Der Pakt reihe sich in die Zielsetzungen bisheriger EU-Initiativen, insbesondere die Europäische Jugendgarantie, die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und die Europäische Ausbildungsallianz ein. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sollen auf dem ersten Gipfeltreffen von Unternehmen und Bildungssektor im Dezember 2017 präsentiert werden. Die Unternehmen, die im Rahmen des Paktes die Initiative ergreifen, verpflichten sich, bis 2017 mindestens 100.000 neue Ausbildungsplätze, Praktika und Einstiegsjobs zu schaffen.

 

Anzeiger 2015 für die allgemeine und berufliche Bildung: Weitere Bildungsinvestitionen für alle Gesellschaftsschichten erforderlich

Der Anzeiger für die allgemeine und berufliche Bildung 2015 zeigt europaweite Fortschritte bei den Bildungserfolgen, lässt aber erkennen, dass weitere Investitionen erforderlich sind, um die Bildung inklusiver zu gestalten und den gesellschaftlichen Aufstieg zu fördern. Die für den Anzeiger zusammengestellten Belege zeigen, dass 15-Jährige aus schwachen sozioökonomischen Verhältnissen mit einer fünffach erhöhten Wahrscheinlichkeit gegenüber ihren Altersgenossen aus günstigeren Verhältnissen die Grundqualifikationen wie Lesen, Schreiben und Rechnen nicht erwerben. Deutlich wird auch die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit des frühzeitigen Ausscheidens aus der Schule bei Schülern, die im Ausland geboren sind, doppelt so hoch ist wie bei einheimischen Schülern. Auch in der Erwachsenbildung wird deutlich, dass am wenigsten die Zielgruppe erreicht wird, die ohnehin nur über eine Grundbildung verfügen. Als Herausforderung für Deutschland identifiziert der Anzeiger auch die Integration der Flüchtlinge in das Bildungssystem und die Vorbereitung für ihren Übergang in den Arbeitsmarkt.

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TTIP-Stand des Verfahrens im Sektor Dienstleistungen-Bildung: Interessensvertretung seitens des Europabüros

Das Europabüro für katholische Jugend- und Erwachsenbildung hat sich stark engagiert um Bildung aus dem Handels- und Investitionsankommen mit den Vereinigten Staaten (TTIP) heraus zu verhandeln. Dabei sind mehrere Schritte unternommen worden, die nachstehend detailliert dargestellt werden. Das Europabüro hat es geschafft, dass in den veröffentlichten Dokumenten der EU-Kommission vom Juli 2015 zur Investitionsbereitschaft der EU Einschränkungen im Bildungssektor vorgenommen wurden und sowohl öffentliche, gemischt-finanzierte wie auch privat finanzierte Bildung geschützt wurde. "Die EU behält sich das Recht vor, jegliche Maßnahme zu erlassen oder beizubehalten, in Bezug auf folgenden Sektor: Bildungsdienstleistungen, die öffentliche Förderung oder staatliche Förderung in irgendeiner Form erhalten sowie privat finanzierte Bildungsdienstleistungen: Die Beteiligung von privaten Betreibern im Bildungssektor ist genehmigungspflichtig und ist alleiniges Hoheitsrecht der Mitgliedsstaaten."

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Europäischer Jugendkarlspreis: Bewerbungsfrist 25. Januar 2016

Das Europäische Parlament und die Stiftung Internationaler Karlspreis Aachen verleihen jedes Jahr den "Europäischen Karlspreis für die Jugend" (Jugendkarlspreis). Bewerben können sich junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren, die „mit ihren Projekten die Entwicklung eines gemeinsamen Bewusstseins für die europäische Identität fördern und praktische Beispiele für das Zusammenleben der Europäer als Gemeinschaft liefern". Jeder Mitgliedstaat darf ein Projekt nominieren. Aus diesen 28 Projekten werden drei Gewinner ausgewählt, die ein Preisgeld erhalten und in das EP eingeladen werden. Der beste Gewinner erhält 5 000 €, der Zweite 3 000 €, der Dritte 2 000€.  Hier Antrag ausfüllen: