EU-Förderung: Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen zur sozialen Integration in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend

Die im Rahmen dieser Aufforderung eingereichten Vorschläge müssen im Wesentlichen eine der beiden folgenden Zielsetzungen zum Gegenstand haben. Verhütung von Gewaltbereitschaft und Radikalisierung sowie Förderung von demokratischen Werten, Grundrechten, des interkulturellen Verständnisses und aktiver Bürgerschaft. Oder die Förderung der Integration benachteiligter Lernender, einschließlich Personen mit Migrationshintergrund, sowie Verhütung und Bekämpfung diskriminierender Praktiken.

Antragsfrist: 30.05.2016

Förderung: Die Kofinanzierungsrate beträgt bis zu 90% der förderfähigen Projektkosten. Maximal werden 500.000€ durch das Programm ERASMUS+ getragen.

Des Weiteren muss jeder Vorschlag mindestens eines und höchstens drei der folgenden spezifischen Ziele zum Gegenstand haben:

  • Verbesserung des Erwerbs von sozialer Kompetenz und Bürgerkompetenz, Förderung der Kenntnisse, des Verständnisses und der Eigenverantwortung im Bereich der demokratischen Werte und Grundrechte;
  • Verhütung und Bekämpfung jeder Form von Diskriminierung und Segregation im Bildungsbereich;
  • Förderung der Gleichstellung der Geschlechter im Lernumfeld, Bekämpfung geschlechtsspezifischer Stereotypen und Verhütung geschlechtsspezifischer Gewalt;
  • Verbesserung des Zugangs zu einer hochwertigen und inklusiven allgemeinen und beruflichen Regelschulbildung, mit Schwerpunkt auf den Bedürfnissen benachteiligter Lernender;
  • Förderung des gegenseitigen Verständnisses und des gegenseitigen Respekts zwischen Menschen mit unterschiedlichen ethnischen oder religiösen Hintergründen, Weltanschauungen oder Gesinnungen, unter anderem durch die Bekämpfung von Stereotypen und die Förderung des interkulturellen Dialogs;
  • Verbesserung des kritischen Denkens sowie der Internet- und Medienkompetenz von Kindern, jungen Menschen, Jugendarbeitern/Jugendarbeiterinnen und pädagogischem Personal;
  • Schaffung inklusiver und demokratischer Lernumgebungen;
  • Unterstützung von Lehrkräften und Pädagogen beim Umgang mit Konflikten und Diversität;
  • Verhütung von Radikalisierung in Haftanstalten und geschlossenen Einrichtungen;
  • Förderung der Teilhabe Jugendlicher am sozialen und gesellschaftlichen Leben und Entwicklung inklusiver und aufsuchender Verfahren, um junge Menschen zu erreichen;
  • Förderung des Erwerbs der Unterrichtssprache/n durch neu angekommene Migranten/Migrantinnen;
  • Bewertung des Wissensstands und Validierung früher erworbener Kenntnisse neu angekommener Migranten/Migrantinnen;
  • Verbesserung der Qualität von nichtformalen Lernaktivitäten, Verfahren der Jugendarbeit und Freiwilligentätigkeiten.

Die Vorschläge der Antragsteller dürfen nur eines der beiden Bereiche (Jugend oder allgemeine und berufliche Bildung) zum Gegenstand haben. Im Rahmen dieser Aufforderung werden Projekte in drei Aktionsbereichen unterstützt:

  • Teilbereich 1: Länderübergreifende Kooperationsprojekte (für beide Bereiche);
  • Teilbereich 2: Groß angelegte Freiwilligenprojekte (für den Bereich Jugend);
  • Teilbereich 3: Vernetzte Zusammenarbeit der nationalen Agenturen des Programms Erasmus+ (für den Bereich Jugend).

Insgesamt stehen im Rahmen dieser Ausschreibung für den ersten Teilbereich 10 500 000 EUR, für den zweiten Teilbereich  1 000 000 EUR und für den dritten Teilbereich 1 500 00 EUR zur Verfügung. 

Antragsberechtigt sind öffentliche und private Einrichtungen aus dem Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung und Jugend, z.B. Lehranstalten und andere Bildungsanbieter, Behörden aus den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend der nationalen, regionalen und lokalen Ebene, Nichtregierungsorganisationen und Netzwerke.

Aufruf:

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:C2016/099/05&from=EN

Antragstellung:

https://eacea.ec.europa.eu/erasmus-plus/funding/key-action-3-initiatives-for-policy-innovation-social-inclusion-through-education-training-and-youth_en