Änderungen gegen einseitige Förderung von Unternehmergeist junger Menschen durch Bildung und Ausbildung im CULT angenommen

 Der Bildungs- und Kulturausschuss im Europäischen Parlament (CULT) beschäftigt sich mit einem Initiativbericht, also einer Aufforderung an die EU-Kommission legislativ tätig zu werden, zur Förderung von Unternehmergeist junger Menschen. Das Europabüro für katholische Jugend- und Erwachsenenbildung unterstützt zwar dieses Ziel, erinnert aber auch an den ganzheitlichen Bildungsansatz und sieht keine EU-Kompetenz in Erasmus + daraus Lehrplanziele für die non-formale und informelle Bildung abzuleiten.

 Die Hervorhebung des Unternehmergeistes junger Menschen durch Bildung und Ausbildung zielt in erheblichem Maß auf ihre bessere  Beschäftigungsfähigkeit und die Anforderungen des Arbeitsmarktes. Die allgemeine Bildung und explizit non formale und informelle Bildung haben jedoch den Auftrag junge Menschen in einem umfassenden Sinn zu bilden (Demokratiebildung, Wertebildung, aktive Bürgerschaft, Engagement, soziale und interkulturelle Kompetenzen etc.). Deshalb darf es keine Konzentration nur auf die Beschäftigungsfähigkeit geben. Es muss eine Balance zwischen den verschiedenen Bildungsaufträgen gehalten werden.

 Außerdem sollte die die Weiterentwicklung von Erasmus+ nicht auf die Beschäftigungsfähigkeit und die Anforderungen des Arbeitsmarktes weiter zugespitzt werden. Wesentliche Kernelemente von non- formaler und informeller Bildung sind Freiwilligkeit, Partizipation und Selbstorganisation. Diese stehen im Widerspruch zu  Lehrplanzielen und daher muss die non-formale informelle Bildung ausgeschlossen werden.

 

Diese Änderungen wurden neben weiteren 225 Änderungsanträgen heute im Bildungs- und Kulturausschuss angenommen. Im Plenum wird darüber voraussichtlich im September abgestimmt.

 

 Entwurf des Berichtes

Änderungsanträge