Gastbeitrag zur Integration von Flüchtlingen in Europa veröffentlicht

Der Aus- oder Umbau von EU-Programmen sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen, um Flüchtlinge integrieren zu können, sind das Thema des Gastbeitrages beim Bürgernetzwerk Bürgerschaftliches Engagement von Judith Wind-Schreiber, Leiterin des Europabüros für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Dabei werden zentrale Positionen aus dem Positionspapier des Europabüros dargestellt, welche europaweit von allen Mitgliedsstaaten vereinbarten Aktivtäten auch von Deutschland nach wie vor nicht umgesetzt werden.

http://www.b-b-e.de/eunewsletter/bbe-europa-nachrichten-newsletter-fuer-engagement-und-partizipation-nr-5-vom-2652016/#24450

 

Positionspapier des katholischen Europabüros zur Integration von Flüchtlingen in Europa veröffentlicht

Die Träger des Europabüros für Jugend- und Erwachsenbildung fordern mit Blick auf eine abzustimmende Stellungnahme am 21. März 2016 im Bildungs- und Kulturausschuss für den federführenden Beschäftigungsausschuss im Europäischen Parlament sich der langfristigen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen in den Mitgliedsstaaten zu widmen. Die Stellungnahme "Flüchtlinge: Soziale Inklusion und Integration in den Arbeitsmarkt" fließt in den Initiativbericht des Beschäftigungsausschuss ein und wird voraussichtlich im Juli 2016 im Plenum abgestimmt.

Die Träger des Europabüros setzen sich in einer Vielzahl von Angeboten vom Ehrenamt in Diözesen, zur Öffnung der Angebote in der Jugendarbeit, der politischen Bildung bis hin zu Angeboten für Sprach- und Integrationskurse sowie der beruflichen Bildung für Flüchtlinge ein. Daher fordern die Träger einerseits Europäisches Asylrecht, wie zum Beispiel die Aufnahmerichtlinie endlich in den Mitgliedsstaaten umzusetzen. Diese hätte bis Juli 2015 umgesetzt werden müssen und beinhaltet den Zugang zu Unterkunft, Verpflegung, Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung sowie zu medizinischer und psychologischer Versorgung. Es muss Rechtssicherheit für Bildungsangebote und beim Arbeitsmarktzugang in den Mitgliedsstaaten geschaffen werden. Außerdem sollten EU-Förderprogramme zur Integration von Flüchtlingen für formale und non- formale Bildungsmaßnahmen ausgebaut und Antragshürden beim Erasmus + Programm, dem Europäischen Asyl- Migrations- und Integrationsfonds sowie dem Europäischen Sozialfonds abgebaut werden. Hierbei werden konkrete Vorschläge zur Integration wie Sprachkurse, Angebote der politische Bildung und Qualifizierungskonzepte für Ehrenamtliche benannt. Schließlich fordern die Träger eine Europäische Plattform zum Austausch von Best-Practices Beispielen zur Integration von Flüchtlingen einrichten.

Positionspapier zur Integration von Flüchtlingen in Europa

 

 

 

 

TTIP – Stand des Verfahrens - Bildung aus TTIP ausnehmen

Die 10. Verhandlungsrunde zwischen der EU-Kommission und der USA findet vom 13. bis 17. Juli 2015 in Brüssel statt. Das endgültige Abkommen soll 24 Kapitel umfassen. Bildung fällt unter den Bereich Dienstleistungen. Am 8. Juli 2015 wird die verschobene Resolution des Europäischen Parlaments im Plenum in Strassburg abgestimmt.

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Änderungen gegen einseitige Förderung von Unternehmergeist junger Menschen durch Bildung und Ausbildung im CULT angenommen

 Der Bildungs- und Kulturausschuss im Europäischen Parlament (CULT) beschäftigt sich mit einem Initiativbericht, also einer Aufforderung an die EU-Kommission legislativ tätig zu werden, zur Förderung von Unternehmergeist junger Menschen. Das Europabüro für katholische Jugend- und Erwachsenenbildung unterstützt zwar dieses Ziel, erinnert aber auch an den ganzheitlichen Bildungsansatz und sieht keine EU-Kompetenz in Erasmus + daraus Lehrplanziele für die non-formale und informelle Bildung abzuleiten.

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Bildung nicht in TTIP verhandeln: Resolution des Europäischen Parlaments zu TTIP wurde verschoben

die Resolution des Europäischen Parlaments zu TTIP war mühsam in 14 Ausschüssen zwischen den Fraktionen ausgehandelt worden. Die Formulierung für unsere Bildungsbelange war letztendlich gut, was auf die starke Interessensvertretung des Europabüros zurückzuführen ist. Die Resolution fordert, dass derzeitige und künftige Dienstleistungen von allgemeinem Interesse, darunter auch Bildung, vom Anwendungsbereich der TTIP ausgeklammert werden muss. Diese Ausnahme sollte unabhängig davon gelten, wie die Dienstleistungen erbracht und finanziert werden. Dennoch folgten weit mehr als 100 Änderungsanträge im Plenum, die überwiegend auf das Investor-Staat-Streitschlichtungsverfahren (ISDS) abzielten.

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